Umgebung

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Abu Simbel, der bedeutende Felsentempel am Nassersee

Erbaut von Pharao Ramses II. (1279-1213 v. Chr.), zählt Abu Simbel zu den bedeutendsten Monumenten des Antiken Ägypten und war den Göttern Re-Harachte, Ptah und Amun geweiht. Die Bauzeit betrug etwa 30 Jahre.

Südlich von Assuan gelegen erreicht man den Felsentempel von Abu Simbel mit dem Bus. Wer eine Kreuzfahrt auf dem Nassersee macht, kann Abu Simbel schon aus großer Entfernung am Westufer sehen.
Vor dem Eingangspylon sitzen vier Statuen des Ramses II. und zwischen den Statuen findet man kleinere Figuren der Gemahlinnen, Töchter und Söhne des Pharaos.
Im Inneren des Felsentempels von Abu Simbel liegt am Ende eines säulenverzierten Ganges das Allerheiligste. Vier lebensgroße Statuen sitzen an der hinteren Wand, sie sollen die Götter Amun-Re, Ptah, Re-Harachte und den zum Gott gewordenen Ramses verkörpern. Die Sitzplätze der Götter waren so festgelegt, dass jedes Jahr am 22. Februar und am 22. Oktober die ersten Strahlen der aufgehenden Sonne auf Amun-Re, Re-Harachte und Ramses schienen. Die Götterstatue des Ptah mußte im Dunkeln bleiben, weil er als Gott der Unterwelt galt.
Was es ausgerechnet mit diesen beiden Tage auf sich hat, darüber sind sich Archäologen und Wissenschaftler nicht einig. Die verbreitetste Theorieläßt vermuten, dass es sich mit dem 22. Februar und 22. Oktober um den Geburtstag und den Tag der Krönung des Pharao Ramses II. handelt. Bewiesen ist es aber nicht.
In den Fünfziger Jahren des 20. Jahrhunderts mußte Abu Simbel von seinem ursprünglichen Platz entfernt und an der heute zu besichtigenden Stelle wieder zusammengestzt werden. Der Wasserspiegel des Nassersees stieg nach dem Bau des Assuan Hochdammes sehr stark an, so dass eine spektakuläre, vier Jahre dauernde Rettungsaktion durchgeführt werden mußte.

Written by dw on January 28th, 2007 with no comments.
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Kreuzfahrt auf dem Nassersee

Durch den Nasser Stausee, der sich aus aufgestautem Wasser der Nilüberschwemmungen hinter dem Assuan Staudamm bildet, sind einige historische Monumente regelrecht ertrunken. Die Wichtigsten, wie zum Beispiel Abu Simbel oder der Tempel von Edfu, wurden vor den Wasserfluten gerettet, indem man sie versetzte.
Der Nassersee liegt mitten in der Wüste und ist annähernd 480 Kilometer lang, so daß er bis in den Sudan reicht. Die Gegend um den Nassersee ist karg und Wege, um den Nassersee zu erreichen, gibt es so gut wie gar nicht. Das hat ein paar Reiseveranstalter auf die Idee gebracht, Kreuzfahrten auf dem Nassersee anzubieten. Seit einigen Jahren fahren Kreuzfahrtschiffe südlich des Hochdammes bis Abu Simbel den See ab, um Touristen zu den den dort befindlichen historischen Monumenten zu bringen, die sonst nicht erkundet werden können.
So kann man Wadi el-Sebua, einem Tempel von Ramses II., besichtigen. Auch er wurde, wie Abu Simbel, wegen den Fluten des Nassersees in den 1960ern umgesetzt, doch weil hier die Gegend unwegsam und verlassen ist, war Wadi el-Sebua bald wieder vergessen. Erst mit Beginn der Kreuzfahrten-Ära auf dem Nassersee in den 1990ern wurde ein Teil wieder freigelegt.
Es gibt bei dieser Kultstätte keine Souvenirläden, keine Bewohner in der Gegend und vor allem keinen Lärm. Wer also diesen Tempel besucht, hat unweigerlich den Eindruck, er hätte gerade dieses Monument entdeckt.
Natürlich gibt es noch mehr zu sehen. Der Tempel von Dakka, ein ptolemäischer Bau aus dem 3. Jahrhundert v. Chr., der Tempel von Amada und Kasr Ibrim. Letzteres ist eine Bastion, gebaut unter pharaonischer und römischer Hand. Früher krönte sie eine 70 Meter hohe Klippe, heute steht sie durch den gestiegenen Wasserspiegel des Nassersees als Insel ziemlich in der Mitte des Sees. Die Kreuzfahrtschiffe legen derzeit dort an, doch Touristen dürfen aufgrund wichtiger Ausgrabungen nicht von Bord gehen. 
Eine Kreuzfahrt auf dem Nassersee dauert gewöhnlich 4-5 Tage. Zu den bekanntesten Kreuzfahrtschiffen zählen das MS Eugénie und das MS Qasr. Sie erfreuen sich bei Touristen wegen des orientalischen Ambientes an Bord und der hervorragenden französichen Küche großer Beliebtheit.

Written by dw on January 16th, 2007 with no comments.
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Der Nasser See und das Projekt Toshka

Da der Nil in den letzten Jahren immer mehr Wasser führt, mußte man ein Teil des im Nasser See aufgestaueten Wassers in die benachbarte Toshkasenke umleiten. Dort allerdings verdunstet das Wasser, ohne sonstigen Nutzen zu erfüllen.
Da die ständig wachsende Bevölkerung nur auf etwa 5% der Landesfläche lebt, wird der Platz immer enger.
Das Verdunsten des kostbaren Nilwassers und die zunehmende Bevölkerungsdichte waren Grund genug für das Toshka Projekt, so daß die Ägyptische Regierung 1996 dieses ins Leben rief, dessen Umsetzung 1997 schon begann.
Kern des Projektes ist die Mubarak Pumpstation, nördlich von Abu Simbel gelegen. Von hier aus wird das Wasser aus dem Nasser Stausee in den höher gelegenen Scheich-Said-Kanal gepumpt. Das Wasser wird über diesen Kanal 55 Kilometer nach Westen geleitet, um sich dann in der Wüste in vier Nebenkanäle zu verzweigen, über die dann jeweils zwischen 40.000 und 80.000 Hektar Land mit Wasser versorgt werden sollen.
Die Planung sieht vor, dass bis zum Jahr 2017 für etwa drei Millionen Menschen Wohnungen und Arbeitsplätze geschaffen werden. Das würde bedeuten, dass die besiedelte Fläche Ägyptens durch das Toshka Projekt von 5% auf 20% ansteigen würde. Um die Infrastruktur zu stärken, sollen neben den Straßen auch Schienen in diesem Gebiet verlegt werden.
Finanziert wurde die 560 Millione US$ kostende Mubarak Pumpstation von der ägyptischen Regierung, Scheich Said steuerte für den Bau des Kanals, der seinen Namen trägt 100 Millionen US$ bei. Bis das Projekt Toshka fertiggestellt ist, rechnet man mit 60 Milliarden US$ Gesamtkosten.

Written by dw on January 15th, 2007 with no comments.
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Der Unvollendete Obelisk in Assuan

Südlich von Assuan befinden sich mehrere Granit-Steinbrüche. Hier wurde der Granit für viele der ägyptischen Bauwerke des Landes gebrochen. Einer jedoch hat eine Besonderheit vorzuweisen: Den Unvollendeten Obelisk.

Touristen werden oft zu dem “Unvollendeten Obelisken” geführt. Ein riesiger, auf drei Seiten roh behauener Granitblock, der auf einer Seite noch fest mit dem umgebenden Granit verwachsen ist. Er ist einem der Obelisken im Luxor-Tempel sehr ähnlich und wird allgemein der Königen Hatschepsut als Auftraggeberin zugesprochen.

Durch diesen unvollendeten Obelisken haben die Archäologen viel über die Arbeitsmethoden
und die Technologie des Granitabbaus der alten Ägypter gelernt. Schließlich grenzt es an ein Wunder, mit welchen Mitteln aus einem Steinblock ein formvollendeter Obelisk von solch ungeheurem Gewicht und in einem Stück geschaffen werden konnte. (Aus der Zeit der Frühdynastie fand man gebaute Obelsiken, die aus zahlreichen Steinen bestanden.)
Im alten Ägypten war es üblich, Obelisken und andere große Granitblöcke schon vor dem ausmeißeln grob zu behauen. Dazu wurden auf die Länge, die der Obelisk letztendlich haben sollte, rechts und links des Rosengranitfelsens Gräben ausgehoben. Ebenso an der Unterseite und an der Spitze. Das weitere Aushebeln und die Trennung vom Mutterfelsen wurde mittels Wasser und Holz erledigt. Kufen, die am Obelisken angebracht wurden, erleichterten den Transport zum Nilschiff, womit der Obelsik zur, dem Zielpunkt nächstgelegenen, Anlegestelle gebracht wurde.

So gibt also der Unvollendete Obelisk, welcher eine stolze Höhe von immerhin 42 Metern Länge hätte aufweisen sollen und somit der größte gemeißelte Obelisk gewesen wäre, Auskunft über die damaligen Arbeitsbedingungen und Techniken. Leider scheint der Unvollendete Obelisk  noch vor der Trennung vom Mutterfelsen einen Riss bekommen zu haben und wurde so nie fertig gestellt.

Bedenkt man, welch einfache Werkzeuge zur Zeit der Pharaonen nur zur verfügung standen, kann man sich beim Anblick des unvollendeten Obelisken vorstellen, wieviel Arbeiter dazu benötigt wurden und wie mühsam die Arbeit war.

Written by dw on October 23rd, 2006 with no comments.
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Die Insel Elephantine (Elefanteninsel)

liegt mitten im Nil bei Assuan. Der Name Elephantine soll sich von den grauen, runden Granitfelsen im Wasser vor der Insel ableiten. Bei den alten Ägyptern war sie bekannt als “Abu” oder “Jebu” was Elefant bedeutet.

Durch ihre Lage am ersten Katarakt und durch die Insel Elephantine, welche die Wasserstraße stark einengte, kam Assuan (Aswan) zu einem gewissen Reichtum. Auch die Nähe zu Nubien dürfte die Bedeutung Assuans als Hauptumschlagplatz für den Handel und als strategisch wichtige Niederlassung der antiken Ägypter mit begründet haben.

Seit etwa einhundert Jahren werden Ausgrabungen von deutschen Archäologen durchgeführt. Teile von alten Tempelanlagen und antiken Gebäuden wurden so erhalten und teilweise wieder aufgebaut. So findet sich hier auf Elephantine der Tempel von Chnum, dem Schöpfer des Menschen, an dem seit der Zeit des Neuen Reiches bis in die Römerzeit gebaut wurde. Ein von Alexander, dem Großen, erbauter Torweg ist der besterhaltenste Teil des Chnum-Tempels.

Vor dem Nubischen Museum am Ufer finden wir eine “Nilometer” genannte Struktur. Es ist eines der ältesten bekannten Nilometer und diente den alten Ägyptern dazu, den Höchststand des alljährlichen Nilhochwassers zu bestimmen. Daraus konnten sie den Nutzen für die Landwirtschaft ableiten und somit die zu erwartenden Steuereinnahmen abschätzen. Vom Eingang führt eine steile Treppe mit insgesammt 90 Stufen hinab zum Nil.

Am nördlichen Ufer der Elefanteninsel, hinter einem modernen, nubischen Dorf, eins von dreien auf der Insel, findet man die Überreste einer Stufenpyramide. Diese wurde warscheinlich während der dritten Dynastie erbaut.

Am besten kommt man auf die Elefanteninsel, wenn man eine der zahllosen Feluken, die entlang der Corniche angelegt haben, mietet und damit zu Elephantine segelt.

Written by dw on October 22nd, 2006 with no comments.
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Kitchener Insel

Lord Horatio Kitchener bekam in den 1890ern die heute Kitchener’s Island genannte Insel als Belohnung für sein Mitwirken im Sudanfeldzug. Er war damals von den Engländern als Generalkonsul eingesetzt.
Kitchener verwandelte die karge Insel in einen Botanischen Garten. Er importierte exotische Bäume und Pflanzen die in dem gemäßigten Wüstenklima sehr gut gediehen. Heute ist die Kitchener Insel nicht nur Touristenattraktion sondern auch Ausflugziel für die Einheimischen. Besonders freitags kommen viele ägyptische Familien hierher, um im Schatten der Dattel-Palmen und Feigenbäume zu entspannen.

 Riesenbaum-kitchener-insel

Am Südende der Insel gibt es ein kleines Café, wo man abends seine Shisha, die traditionelle Wasserpfeife, vom Kellner bereitet bekommt. Natürlich bekommen Sie hier auch einen Tee oder andere Getränke. Wenn sie in Ägypten einmal eine Shisha versuchen wollen, besorgen sie sich am besten ein eigenes Mundstück, diese werden
meist gemeinschaftlich benutzt. Mundstücke gibt’s auf dem Bazar in allen Geschäften die Wasserpfeifen verkaufen.

Kitchener Island erreicht man gut mit einer der Feluken, die man entlang der Corniche findet oder mit der Motorfähre.
Gleich wenn man anlegt und die Treppen hinauf zur Insel geht, wird man von zahllosen nubischen Händlern bedrängt, die einem handgefertigte Souvenirs verkaufen wollen. Ich habe diesen Händlern immer etwas abgekauft, es sind nette Mitbringsel und oft die einzige Einnahmequelle für die vielen nubischen Familien, die
im ägyptischen Süden leben.
Wählen Sie kritisch und handeln Sie hart, bei etwa 40% des anfänglichen Preises sollte meist die “Schmerzgrenze” des Händlers erreicht sein.

Written by dw on October 22nd, 2006 with no comments.
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