Der Nasser See und das Projekt Toshka
Da der Nil in den letzten Jahren immer mehr Wasser führt, mußte man ein Teil des im Nasser See aufgestaueten Wassers in die benachbarte Toshkasenke umleiten. Dort allerdings verdunstet das Wasser, ohne sonstigen Nutzen zu erfüllen.
Da die ständig wachsende Bevölkerung nur auf etwa 5% der Landesfläche lebt, wird der Platz immer enger.
Das Verdunsten des kostbaren Nilwassers und die zunehmende Bevölkerungsdichte waren Grund genug für das Toshka Projekt, so daß die Ägyptische Regierung 1996 dieses ins Leben rief, dessen Umsetzung 1997 schon begann.
Kern des Projektes ist die Mubarak Pumpstation, nördlich von Abu Simbel gelegen. Von hier aus wird das Wasser aus dem Nasser Stausee in den höher gelegenen Scheich-Said-Kanal gepumpt. Das Wasser wird über diesen Kanal 55 Kilometer nach Westen geleitet, um sich dann in der Wüste in vier Nebenkanäle zu verzweigen, über die dann jeweils zwischen 40.000 und 80.000 Hektar Land mit Wasser versorgt werden sollen.
Die Planung sieht vor, dass bis zum Jahr 2017 für etwa drei Millionen Menschen Wohnungen und Arbeitsplätze geschaffen werden. Das würde bedeuten, dass die besiedelte Fläche Ägyptens durch das Toshka Projekt von 5% auf 20% ansteigen würde. Um die Infrastruktur zu stärken, sollen neben den Straßen auch Schienen in diesem Gebiet verlegt werden.
Finanziert wurde die 560 Millione US$ kostende Mubarak Pumpstation von der ägyptischen Regierung, Scheich Said steuerte für den Bau des Kanals, der seinen Namen trägt 100 Millionen US$ bei. Bis das Projekt Toshka fertiggestellt ist, rechnet man mit 60 Milliarden US$ Gesamtkosten.
Written by dw on January 15th, 2007 with no comments.
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