October 22nd, 2006

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Die Insel Elephantine (Elefanteninsel)

liegt mitten im Nil bei Assuan. Der Name Elephantine soll sich von den grauen, runden Granitfelsen im Wasser vor der Insel ableiten. Bei den alten Ägyptern war sie bekannt als “Abu” oder “Jebu” was Elefant bedeutet.

Durch ihre Lage am ersten Katarakt und durch die Insel Elephantine, welche die Wasserstraße stark einengte, kam Assuan (Aswan) zu einem gewissen Reichtum. Auch die Nähe zu Nubien dürfte die Bedeutung Assuans als Hauptumschlagplatz für den Handel und als strategisch wichtige Niederlassung der antiken Ägypter mit begründet haben.

Seit etwa einhundert Jahren werden Ausgrabungen von deutschen Archäologen durchgeführt. Teile von alten Tempelanlagen und antiken Gebäuden wurden so erhalten und teilweise wieder aufgebaut. So findet sich hier auf Elephantine der Tempel von Chnum, dem Schöpfer des Menschen, an dem seit der Zeit des Neuen Reiches bis in die Römerzeit gebaut wurde. Ein von Alexander, dem Großen, erbauter Torweg ist der besterhaltenste Teil des Chnum-Tempels.

Vor dem Nubischen Museum am Ufer finden wir eine “Nilometer” genannte Struktur. Es ist eines der ältesten bekannten Nilometer und diente den alten Ägyptern dazu, den Höchststand des alljährlichen Nilhochwassers zu bestimmen. Daraus konnten sie den Nutzen für die Landwirtschaft ableiten und somit die zu erwartenden Steuereinnahmen abschätzen. Vom Eingang führt eine steile Treppe mit insgesammt 90 Stufen hinab zum Nil.

Am nördlichen Ufer der Elefanteninsel, hinter einem modernen, nubischen Dorf, eins von dreien auf der Insel, findet man die Überreste einer Stufenpyramide. Diese wurde warscheinlich während der dritten Dynastie erbaut.

Am besten kommt man auf die Elefanteninsel, wenn man eine der zahllosen Feluken, die entlang der Corniche angelegt haben, mietet und damit zu Elephantine segelt.

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Kitchener Insel

Lord Horatio Kitchener bekam in den 1890ern die heute Kitchener’s Island genannte Insel als Belohnung für sein Mitwirken im Sudanfeldzug. Er war damals von den Engländern als Generalkonsul eingesetzt.
Kitchener verwandelte die karge Insel in einen Botanischen Garten. Er importierte exotische Bäume und Pflanzen die in dem gemäßigten Wüstenklima sehr gut gediehen. Heute ist die Kitchener Insel nicht nur Touristenattraktion sondern auch Ausflugziel für die Einheimischen. Besonders freitags kommen viele ägyptische Familien hierher, um im Schatten der Dattel-Palmen und Feigenbäume zu entspannen.

 Riesenbaum-kitchener-insel

Am Südende der Insel gibt es ein kleines Café, wo man abends seine Shisha, die traditionelle Wasserpfeife, vom Kellner bereitet bekommt. Natürlich bekommen Sie hier auch einen Tee oder andere Getränke. Wenn sie in Ägypten einmal eine Shisha versuchen wollen, besorgen sie sich am besten ein eigenes Mundstück, diese werden
meist gemeinschaftlich benutzt. Mundstücke gibt’s auf dem Bazar in allen Geschäften die Wasserpfeifen verkaufen.

Kitchener Island erreicht man gut mit einer der Feluken, die man entlang der Corniche findet oder mit der Motorfähre.
Gleich wenn man anlegt und die Treppen hinauf zur Insel geht, wird man von zahllosen nubischen Händlern bedrängt, die einem handgefertigte Souvenirs verkaufen wollen. Ich habe diesen Händlern immer etwas abgekauft, es sind nette Mitbringsel und oft die einzige Einnahmequelle für die vielen nubischen Familien, die
im ägyptischen Süden leben.
Wählen Sie kritisch und handeln Sie hart, bei etwa 40% des anfänglichen Preises sollte meist die “Schmerzgrenze” des Händlers erreicht sein.

Written by dw on October 22nd, 2006 with no comments.
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