October 2006

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Der Unvollendete Obelisk in Assuan

Südlich von Assuan befinden sich mehrere Granit-Steinbrüche. Hier wurde der Granit für viele der ägyptischen Bauwerke des Landes gebrochen. Einer jedoch hat eine Besonderheit vorzuweisen: Den Unvollendeten Obelisk.

Touristen werden oft zu dem “Unvollendeten Obelisken” geführt. Ein riesiger, auf drei Seiten roh behauener Granitblock, der auf einer Seite noch fest mit dem umgebenden Granit verwachsen ist. Er ist einem der Obelisken im Luxor-Tempel sehr ähnlich und wird allgemein der Königen Hatschepsut als Auftraggeberin zugesprochen.

Durch diesen unvollendeten Obelisken haben die Archäologen viel über die Arbeitsmethoden
und die Technologie des Granitabbaus der alten Ägypter gelernt. Schließlich grenzt es an ein Wunder, mit welchen Mitteln aus einem Steinblock ein formvollendeter Obelisk von solch ungeheurem Gewicht und in einem Stück geschaffen werden konnte. (Aus der Zeit der Frühdynastie fand man gebaute Obelsiken, die aus zahlreichen Steinen bestanden.)
Im alten Ägypten war es üblich, Obelisken und andere große Granitblöcke schon vor dem ausmeißeln grob zu behauen. Dazu wurden auf die Länge, die der Obelisk letztendlich haben sollte, rechts und links des Rosengranitfelsens Gräben ausgehoben. Ebenso an der Unterseite und an der Spitze. Das weitere Aushebeln und die Trennung vom Mutterfelsen wurde mittels Wasser und Holz erledigt. Kufen, die am Obelisken angebracht wurden, erleichterten den Transport zum Nilschiff, womit der Obelsik zur, dem Zielpunkt nächstgelegenen, Anlegestelle gebracht wurde.

So gibt also der Unvollendete Obelisk, welcher eine stolze Höhe von immerhin 42 Metern Länge hätte aufweisen sollen und somit der größte gemeißelte Obelisk gewesen wäre, Auskunft über die damaligen Arbeitsbedingungen und Techniken. Leider scheint der Unvollendete Obelisk  noch vor der Trennung vom Mutterfelsen einen Riss bekommen zu haben und wurde so nie fertig gestellt.

Bedenkt man, welch einfache Werkzeuge zur Zeit der Pharaonen nur zur verfügung standen, kann man sich beim Anblick des unvollendeten Obelisken vorstellen, wieviel Arbeiter dazu benötigt wurden und wie mühsam die Arbeit war.

Written by dw on October 23rd, 2006 with no comments.
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Die Insel Elephantine (Elefanteninsel)

liegt mitten im Nil bei Assuan. Der Name Elephantine soll sich von den grauen, runden Granitfelsen im Wasser vor der Insel ableiten. Bei den alten Ägyptern war sie bekannt als “Abu” oder “Jebu” was Elefant bedeutet.

Durch ihre Lage am ersten Katarakt und durch die Insel Elephantine, welche die Wasserstraße stark einengte, kam Assuan (Aswan) zu einem gewissen Reichtum. Auch die Nähe zu Nubien dürfte die Bedeutung Assuans als Hauptumschlagplatz für den Handel und als strategisch wichtige Niederlassung der antiken Ägypter mit begründet haben.

Seit etwa einhundert Jahren werden Ausgrabungen von deutschen Archäologen durchgeführt. Teile von alten Tempelanlagen und antiken Gebäuden wurden so erhalten und teilweise wieder aufgebaut. So findet sich hier auf Elephantine der Tempel von Chnum, dem Schöpfer des Menschen, an dem seit der Zeit des Neuen Reiches bis in die Römerzeit gebaut wurde. Ein von Alexander, dem Großen, erbauter Torweg ist der besterhaltenste Teil des Chnum-Tempels.

Vor dem Nubischen Museum am Ufer finden wir eine “Nilometer” genannte Struktur. Es ist eines der ältesten bekannten Nilometer und diente den alten Ägyptern dazu, den Höchststand des alljährlichen Nilhochwassers zu bestimmen. Daraus konnten sie den Nutzen für die Landwirtschaft ableiten und somit die zu erwartenden Steuereinnahmen abschätzen. Vom Eingang führt eine steile Treppe mit insgesammt 90 Stufen hinab zum Nil.

Am nördlichen Ufer der Elefanteninsel, hinter einem modernen, nubischen Dorf, eins von dreien auf der Insel, findet man die Überreste einer Stufenpyramide. Diese wurde warscheinlich während der dritten Dynastie erbaut.

Am besten kommt man auf die Elefanteninsel, wenn man eine der zahllosen Feluken, die entlang der Corniche angelegt haben, mietet und damit zu Elephantine segelt.

Written by dw on October 22nd, 2006 with no comments.
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Kitchener Insel

Lord Horatio Kitchener bekam in den 1890ern die heute Kitchener’s Island genannte Insel als Belohnung für sein Mitwirken im Sudanfeldzug. Er war damals von den Engländern als Generalkonsul eingesetzt.
Kitchener verwandelte die karge Insel in einen Botanischen Garten. Er importierte exotische Bäume und Pflanzen die in dem gemäßigten Wüstenklima sehr gut gediehen. Heute ist die Kitchener Insel nicht nur Touristenattraktion sondern auch Ausflugziel für die Einheimischen. Besonders freitags kommen viele ägyptische Familien hierher, um im Schatten der Dattel-Palmen und Feigenbäume zu entspannen.

 Riesenbaum-kitchener-insel

Am Südende der Insel gibt es ein kleines Café, wo man abends seine Shisha, die traditionelle Wasserpfeife, vom Kellner bereitet bekommt. Natürlich bekommen Sie hier auch einen Tee oder andere Getränke. Wenn sie in Ägypten einmal eine Shisha versuchen wollen, besorgen sie sich am besten ein eigenes Mundstück, diese werden
meist gemeinschaftlich benutzt. Mundstücke gibt’s auf dem Bazar in allen Geschäften die Wasserpfeifen verkaufen.

Kitchener Island erreicht man gut mit einer der Feluken, die man entlang der Corniche findet oder mit der Motorfähre.
Gleich wenn man anlegt und die Treppen hinauf zur Insel geht, wird man von zahllosen nubischen Händlern bedrängt, die einem handgefertigte Souvenirs verkaufen wollen. Ich habe diesen Händlern immer etwas abgekauft, es sind nette Mitbringsel und oft die einzige Einnahmequelle für die vielen nubischen Familien, die
im ägyptischen Süden leben.
Wählen Sie kritisch und handeln Sie hart, bei etwa 40% des anfänglichen Preises sollte meist die “Schmerzgrenze” des Händlers erreicht sein.

Written by dw on October 22nd, 2006 with no comments.
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Sofitel Old Cataract Hotel Assuan

Das Old Cataract Hotel liegt am Nil gegenüber der Insel Elephantine. Das Hotel wird von der Sofitel Gruppe betrieben. Das viktorianische Holzgebäude mit orientalischer Innenausstattung begeistert uns schon seit Langem. Die Geschichte unseres Besuches, zum Fünf-Uhr-Tee auf der Terrasse des Hotels, könnt ihr beim Reisedago nachlesen. Der Fünf-Uhr-Tee gehört für mich auch zur Pflichtveranstaltung bei einem Aufenthalt im Old Cataract Hotel. Leider kann man heute nicht mehr nur zum Tee kommen, da nur noch Hotelgäste eingelassen werden.

Aussicht von der Terasse des Old Cataract-Hotels

Agatha Christie wurde hier zu ihrem Roman ”Tod auf dem Nil” inspiriert.

Das Old Cataract Hotel verfügt heute über 123 Zimmer und 8 Suiten. Den Speisesaal und die Terrasse mit dem herrlichen Nilblick kennen Sie vileicht schon aus dem Film “Tod am Nil”. Sie dienten als Kulisse in der Verfilmung des Agatha Christie Romans ”Tod am Nil”.

Das Old Cataract Hotel sehe ich als eines der schönsten Hotels in Ägypten. Allein seine Geschichte macht es für mich zu etwas Besonderem. Wenn man durch die Halle geht, hat man das Gefühl, die Anwesenheit der Geister der Vergangenheit noch zu spüren.

Written by dw on October 19th, 2006 with no comments.
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